




Die ORTELIUS ist ein kleines, modernes und nach höchsten Sicherheitsstandards ausgerüstetes Polarschiff und verfügt über die höchste Eisklasse (UL1 =1 A ) und ist tauglich für erlebnisreiche Eisfahrten in den entlegenen Gebieten der Antarktis und Arktis. Das Schiff wurde ursprünglich 1989 in Danzig/Polen gebaut und diente viele Jahre lang der russischen Akademie für Wissenschaften. Das Schiff ist seit 2011 für den neuen Eigner und Betreiber Oceanwide Expeditions in den polaren Regionen im Einsatz.
Die ORTELIUS ist nach dem holländisch/flämischen Kartografen Abraham Ortelius (1527 -1598) benannt, der den ersten modernen Weltatlas “Theatrum Orbis Terrarum” im Jahr 1570 veröffentlichte. Zu dieser Zeit war der Weltatlas das teuerste Schriftwerk was je publiziert wurde.
Es haben insgesamt 116 Passagiere und 49 Crewmitglieder (20 nautische Crew, 19 Catering & Service Crew), 7-8 Guide-Lektoren und 1 Doktor an Bord Platz. Jede Reise wird von einem Bordarzt begleitet. Die Brücke ist für Passagiere offen, die Außendecks bieten viel Raum. Das Restaurant ist in zwei Bereiche aufgeteilt, es gibt eine Bar und einen Vortragsraum.
Das Schiff ist für Entdecker und diverse Aktivitäten ausgerüstet: Kajaks, Zelte und Schlafsäcke für Field Camping, Wandergummistiefel für Wanderungen an Land, Expeditionsjacken kann man käuflich erwerben. Es gibt 53 Passagierkabinen (Dusche und WC in der Kabine). Alle Kabinen sind Außenkabinen mit jeweils mindestens zwei Bullaugen oder Fenstern.
| Schiffsinfos: Ortelius | |
|---|---|
| Kategorie | Expeditions-Schiff |
| Passagierzahl | 116 |
| Eisklasse | 1A |
| Stabilisatoren | ja |
| Baujahr / Umbaujahr | 1989 |
| Flagge (Land) | Zypern |
| Länge in Metern | 91,25 |
| Größe in Brutto-Registertonnen | 4.575 |
| Antrieb | 1 Diesel-Motor, 3.652 PS |
| Geschwindigkeit in Knoten | 14,3 |
| Reiseinformationen: Ortelius | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zodiacs für Anlandungen | ja | halbe Doppelkabinen buchbar | ja | Bordsprache | englisch; (deutschsprachige Termine) |
| Helikopter an Bord für Ausflüge | nein | echte Einzelkabinen | nein | Zahlungsmittel an Bord | EUR, Kreditkarten |
| Abfahrten mit Adventure-Aktivitäten | ja | 2-Bett-Kabinen zur Einzelnutzung | ja | medizinischer Fragebogen erforderlich | ja, mit Arztunterschrift |
| offene Brücke | n/a | Mehrbettkabinen | ja | alkoholische Getränke im Reisepreis inkludiert | nein |
| Arzt an Bord | ja | Kabinen mit Zustellbett (Familienkabinen) | ja | Mindestalter | Teilnahme ab 3 Jahren |
| Gummistiefel an Bord leihbar | ja | Kabinen mit Balkon | nein | Rabatte für Kinder | Ermäßigung 40% für Kinder zwischen 3 und 15 Jahren in Superior-Kabinen bei Belegung mit Eltern, in 3-Bett-Kabine bei Belegung mit 2 Eltern/Erwachsenen, in 4-Bett-Kabine bei Belegung mit 3 Eltern/Erwachsenen |
| Expeditionsjacke an Bord zum Behalt | ja | Wellness an Bord | nein | ||
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Oceanwide Expeditions

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1989 in Danzig als Forschungsschiff gebaut. Nie für Komfort optimiert. Heute eines der erfahrensten Expeditionsschiffe in beiden Polarregionen.
Die MS Ortelius ist kein Kreuzfahrtschiff, das sich als Expeditionsschiff vermarktet – sie ist eines. 1989 in Danzig für den Forschungseinsatz gebaut, für Expeditionsreisen umgebaut, mit Eisklasse 1A / UL1 für anspruchsvolle Polarbedingungen qualifiziert. Mit rund 108 Gästen gehört sie zu den kleineren Schiffen ihrer Klasse – groß genug für echten Komfort, klein genug für bis zu zwei Anlandungen pro Tag und Routen, die größere Schiffe strukturell nicht fahren können. Wir schätzen die Ortelius für genau das, wofür sie gebaut wurde: zuverlässige Einsatzfähigkeit unter Bedingungen, auf die es ankommt.
Die MS Ortelius wurde nicht am Reißbrett eines Touristikkonzerns entwickelt. Sie entstand 1989 in Danzig für den harten Einsatz: Forschungsarbeit in polaren Gewässern, mit einem Rumpf, der für Eisbedingungen und nicht für Ästhetik ausgelegt wurde. Dieser Ursprung ist bis heute spürbar – in der Struktur der Entscheidungen an Bord, in der Auslegung der Decks und in der Flexibilität, mit der die Crew auf wechselnde Bedingungen reagiert.
Entscheidungen an Bord orientieren sich nicht an vorgedruckten Programmen, sondern an Wetter, Eisbedingungen und dem, was die Natur an diesem Tag zu bieten hat. Jede Expedition verläuft dadurch anders – und bleibt genau deshalb in Erinnerung.
Die MS Ortelius wurde für Arbeit gebaut, nicht für Tourismus. Wer mit ihr reist, spürt den Unterschied – vom ersten Landgang an.
Die MS Ortelius ist in beiden Polarregionen zuhause – und schöpft dabei die Möglichkeiten aus, die ihre Größe und Eisklasse erlauben.
Arktis
In der Arktis stehen Spitzbergen und Grönland im Mittelpunkt. Eisbären auf Treibeis, Walrosse an Stränden, arktische Fjorde, die kein Linienflug je überfliegt. Die Routen sind bewusst flexibel gehalten – was die Natur an einem bestimmten Tag bietet, bestimmt, wohin die Ortelius fährt.
Antarktis
Im Süden führt die Ortelius ins Weddellmeer zur berühmten Kaiserpinguin-Kolonie auf Snow Hill Island, entlang der Antarktischen Halbinsel und zu den entlegenen Inseln Südgeorgiens und der Falklands. Wer noch weiter will: Das selten bereiste Neuschwabenland und die Südlichen Sandwichinseln stehen ebenfalls auf dem Programm. Zodiacs bringen die Gäste an Land – bei den Weddellmeer-Reisen kommen zusätzlich Hubschrauber zum Einsatz.
Die Passagierzahl eines Expeditionsschiffs ist kein abstraktes Qualitätsmerkmal – sie bestimmt direkt, wie viel von der Zeit Ihrer Reise Sie tatsächlich in der Natur verbringen. Auf einem Schiff mit 500 Gästen bedeutet jede Zodiac-Anlandung zwei bis drei Stunden Logistik, bevor alle an Land sind. Auf der Ortelius sind es zwanzig bis dreißig Minuten.
Faktor | Großes Schiff (500+ Gäste) | MS Ortelius (ca. 108 Gäste) |
Zeit bis alle im Zodiac | 2–3 Stunden | ca. 20–30 Minuten |
Landgänge pro Tag | meist 0–1 | 1 bis 2 |
Routenflexibilität | Eingeschränkt | Hoch |
Nähe zur Tierwelt | Begrenzt | Intensiv |
Anlandepunkte | Standardrouten | Abgelegene Regionen |
Das sind keine theoretischen Unterschiede. Weniger Wartezeit bedeutet mehr Zeit bei Pinguinkolonien, Gletscherfronten, Walbeobachtungen und an Küstenabschnitten, die kein Großschiff je anlaufen wird.
Die Eisklasse 1A / UL1 der MS Ortelius ist keine Formalität. Der verstärkte Rumpf erlaubt Navigation unter Eisbedingungen, unter denen konventionelle Schiffe umkehren müssen. Für Reisende bedeutet das konkret: Zugang zu Regionen, die für größere oder schwächer klassifizierte Schiffe schlicht nicht erreichbar sind.
An Bord arbeiten erfahrene nautische Offiziere, ein vollständiges Expeditionsteam und ein Bordarzt. Routen werden täglich angepasst, Entscheidungen situativ und immer mit Blick auf Sicherheit getroffen. Das ist keine Ausnahme – das ist die Arbeitsweise eines Schiffs, das ursprünglich für Forschung unter Realbedingungen gebaut wurde.
Expeditionen mit der Ortelius unterliegen den strengen Richtlinien von IAATO (Antarktis) und AECO (Arktis) – den international anerkannten Organisationen für verantwortungsvolles Polarreisen. Was das konkret bedeutet:
Diese Regeln sind keine Einschränkung des Erlebnisses – sie sind der Grund, warum die Naturerlebnisse auf solchen Expeditionen so intensiv und unvermittelt sind. Unberührte Regionen bleiben unberührt, weil alle Beteiligten sich daran halten.
Das tägliche Programm folgt keinem Stundenplan. Was möglich ist, entscheidet die Natur – und das Expeditionsteam, das Wetter, Eisverhältnisse und Tiersichtungen täglich neu bewertet. Zodiac-Anlandungen sind die Regel, keine Ausnahme. Wanderungen zu Kolonien, Gletscherfronten aus dem Boot, Kajaken in Buchten, die kein anderes Fahrzeug je erreicht, und – auf ausgewählten Reisen – Camping auf Eis gehören zum Programm.
Abends bringen Vorträge des Expeditionsteams Zusammenhänge, die das Erlebte vertiefen: Tierwelt, Geologie, Klimageschichte, Navigation in Polargewässern. Die offene Brücke steht dabei jederzeit offen – wer verstehen will, wie Routenentscheidungen in Eis und Wetter getroffen werden, steht direkt dabei.
53 Außenkabinen, alle mit eigenem Bad und WC. Mehrbettkabinen für reiselustige Gruppen, klassische Doppelkabinen, Deluxe- und Superior-Kategorien für mehr Raum und Komfort. Das Restaurant, die Bar und der Vortragsraum für Briefings und Präsentationen erfüllen alles, was eine Expedition braucht.
Was die MS Ortelius nicht hat: Wellness-Bereich, Entertainmentprogramm, Poollandschaft. Das ist keine Schwäche – es ist eine Aussage. Der Komfort der MS Ortelius liegt draußen, nicht drinnen. Die großzügigen Außendecks mit freiem Blick auf Eis, Tiere und Landschaft sind die eigentlichen Aufenthaltsräume dieser Reise.
Die MS Ortelius ist die richtige Wahl für Reisende, die eine authentische Polarexpedition suchen – kein Kreuzfahrtformat mit Expeditionsvokabular, sondern echten Zugang zu Natur, Tieren und Regionen, die außergewöhnlich sind, weil sie kaum jemand je sieht.
Besonders geeignet für naturwissenschaftlich Interessierte, erfahrene Reisende, die Wert auf Gruppe und Guide-Qualität legen, Fotografen, die Zeit und Nähe brauchen – und alle, die wissen, dass der Komfort dieser Reise in der Natur liegt und nicht in der Kabine.
Weniger geeignet für Gäste, die ein klassisches Kreuzfahrterlebnis mit Wellness, Entertainment oder festen Bordprogrammen erwarten. Die Ortelius ist ein Expeditionsschiff – und das aus Überzeugung, nicht aus Zufall.
Eine Polarexpedition ist immer eine besondere Investition – in Zeit, in Reisebudget und in die eigene Bereitschaft, sich auf etwas Ungewohntes einzulassen. Der Wert der MS Ortelius liegt nicht im Komfort der Kabine, sondern in der Qualität des Erlebnisses draußen: mehr Zeit an Land, intensivere Tiersichtungen, Zugang zu Regionen, die kein Großschiff je anlaufen wird.
Wenn Sie wissen möchten, welche Ortelius-Route zu Ihren Vorstellungen passt – sprechen Sie uns an.